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Als der Mensch der Vorzeit Tonerde als Werkstoff erkannte, als er Minderverträglichkeiten und Stoffkonflikte sortierte und im Sinne eines werdenden Gefäßes einzusetzen vermochte, eröffnete sich für ihn ein Meer von Keramik, - ein Ozean..... .

Und es mochten wohl tausende von Jahren vergehen, bis Gießtechnik und schnelldrehende Töpferscheiben das Meer der Möglichkeiten noch einmal vergrößerten.

Doch der Druck der Leistungsfähigkeiten drängte die vorzeitliche Herstellungsweise langsam zurück, bis sie im Dunkel des Mittelalters verschwand und heute vergessen erscheint.

Mag es nun diesem Vergessen zuzuschreiben sein, dass wir heute geneigt sind, Stich-, Ritz- und Schnurzeichen, sowie Stempelabdrücke der Keramik der vorzeitlichen Kulturen Europas als Schmückung zu deuten, als ob das Gros der Verzierungen dem künstlerischen Niveau damaligen Schaffens entspreche.

Jagdszene in der steinzeitlichen Kunst

 
Seit in meiner Werkstatt das Setzen von Stempeln und Zeichen die Herstellung eines Gefäßes mit vorzeitlichem Erscheinungsbild technisch begleitet, erhalte ich außerordentliche Ergebnisse und ich glaube bereits, dass es möglich ist, ein Handwerk unserer vorzeitlichen Hirten- und Bauernkulturen Europas zu heben und neu zu beleben.

Schon der Herstellungsweg ist von großem Liebreiz begleitet und so sind alle Interessierten eingeladen, zu schauen und sich gegebenenfalls einzubringen.
 
 
(Werner Hellwich, Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2000)                                   - Treffen sind auch heute nach Rücksprache möglich